Was ist eine Aufstellung?

Im Beruf oder in der Familie erleben wir Zeiten von Verwirrung und Verunsicherung, die als eigene Krise oder als Streit mit dem Gegenüber empfunden wird. Und eigentlich wissen wir nicht, warum es soweit gekommen ist und wie wir da raus kommen. Irgendetwas versperrt die Sicht.

Eine Aufstellung öffnet den Blick auf das ‚innere’ Bild. Sie ist gleichsam eine Bildersprache, mit der eine Situation in ihrer Komplexität umfassender dargestellt werden kann. Die wichtigsten Elemente eines Anliegens werden in Form von menschlichen Stellvertretern im Raum aufgestellt. Nun wird ein Phänomen deutlich, das bei Aufstellungen immer wieder verblüfft und tief beeindruckt: Die Stellvertreter "übernehmen" die Gefühle der Personen, die sie vertreten.

Offensichtlich führt das intuitive Aufstellen eines Systems zu ähnlichen Effekten wie die zeichnerische Darstellung eines Anliegens. Es fließen unbewusste Aspekte in das Bild ein, die von einem geübten Betrachter erkannt und aufgedeckt werden können. Aufstellungen sind gleichsam eine Bildersprache, mit der eine Situation neu und lösungsorientiert erlebt wird.

Letztlich lässt sich eine Aufstellung schwer beschreiben. Man muss die Wirkung an sich selbst erleben.